Selbst gestaltete Inhalte wirken bei Twitter

Welche Tweets werden tatsächlich gelesen und geschätzt? Diese Frage blieb bislang unbeantwortet. Erste belastbare Antworten liefert eine US-amerikanische Studie mit dem Titel “Who gives a Tweet: Evaluating Microblog Content Value”. Sie basiert auf einer Befragung von ca. 1.400 Nutzern.

Drei Wissenschaftler untersuchten und analysierten in einem Jahr mehrere zehntausend Twitter-Nachrichten. Namentlich sind dies Paul André Carnegie von der Mellon University, Michael Bernstein vom Massachusetts Institute of Technology und Kurt Luther vom Georgia Institute of Technology.

Mehr als ein Drittel der Twitter-Nutzer halten Tweets überhaupt für lesenswert. Rund ein Viertel der Tweets werden für überflüssig befunden. Langeweile würden vor allem Twitter-Meldungen mit zu viel an persönlicher Information verbreiten. Außerdem kämen Botschaften, die keinen relevanten Mehrwert bieten nicht an. Bereits bekannte Links zu verbreiten würde im Netzwerk ebenso für Überdruss sorgen. Auch die Nutzung von Twitter als reinen “Protestkanal” irritiere die Nutzer auf Dauer.

Für Lesenswert werden Fragen an Follower und selbst gestaltete Artikel, Videos und andere Medieninhalte erachtet. Fazit der Studie: Aktualität sei Trumpf. Beim Formulieren sollte man kurz und knackig bleiben und gelegentlich auch einmal mit Humor arbeiten. Das komme das gut an.

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